Die Wertermittlung ist der Schlüssel beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie und die Grundlage für jede Immobilienfinanzierung. Sie bestimmt den fairen Marktwert und sichert somit Käufer und Bank ab.
Die drei wichtigsten Verfahren zur Wertermittlung
Vergleichswertverfahren: Das gängigste Verfahren für selbst genutzte Wohnimmobilien (Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen). Hier wird Ihre Immobilie mit ähnlichen, kürzlich verkauften Objekten in der gleichen Gegend verglichen. Kriterien sind unter anderem die Lage, Größe und der Zustand.
Ertragswertverfahren: Dieses Verfahren wird hauptsächlich für vermietete Wohn- und Gewerbeimmobilien angewendet. Der Wert wird auf Basis der potenziellen zukünftigen Mieteinnahmen berechnet.
Sachwertverfahren: Kommt oft bei speziellen Objekten (z. B. Schulen, Kirchen) zum Einsatz, bei denen es keine vergleichbaren Objekte oder Mieteinnahmen gibt. Hierbei wird der Wert aus den reinen Herstellungskosten (Baukosten) der Immobilie ermittelt, abzüglich einer Wertminderung durch das Alter.
Wer ermittelt den Wert?
Für eine verlässliche Wertermittlung beauftragen Banken und Käufer in der Regel zertifizierte Gutachter oder Sachverständige. Deren Gutachten sind die anerkannte Grundlage für die Finanzierung.
Wertermittlung und Ihre Finanzierung
Die ermittelte Zahl hat direkten Einfluss auf Ihr Darlehen:
Beleihungswert: Banken nutzen einen sogenannten Beleihungswert, der oft unter dem Kaufpreis liegt, um sich vor Risiken zu schützen.
Konditionen: Ein guter Wert der Immobilie bedeutet für die Bank eine höhere Sicherheit. Das kann sich positiv auf Ihre Darlehenskonditionen auswirken – zum Beispiel durch niedrigere Zinsen.
Eine präzise Wertermittlung gibt Ihnen also nicht nur Sicherheit beim Kauf, sondern hilft Ihnen auch, die bestmöglichen Finanzierungskonditionen zu erhalten.